Mannheims OB fordert mehr Unterstützung für angespannten Wohnungsmarkt nach Wahl

Mannheims OB fordert mehr Unterstützung für angespannten Wohnungsmarkt nach Wahl

Autor: Das-Immobilien-Magazin Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Mannheims OB Christian Specht fordert mehr Unterstützung vom Land zur Bekämpfung des angespannten Wohnungsmarktes, während in Baden-Württemberg 192.000 Wohnungen fehlen. Löwenherz Immobilien steht Ihnen als Experte bei allen Fragen rund um Immobilien zur Seite.

Landtagswahl: Was Mannheims OB sich beim Thema Wohnen vom Land erhofft

Die Situation auf dem Wohnungsmarkt in Mannheim bleibt angespannt, trotz der Fertigstellung von rund 10.000 neuen Wohnungen in den letzten zehn Jahren. Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) betont, dass die Stadt weiterhin als Gebiet mit einem angespannten Wohnungsmarkt eingestuft werden muss, insbesondere aufgrund des hohen Zuzugs von außen.

„Mannheim muss auch weiterhin als Stadt mit angespanntem Wohnungsmarkt eingestuft und die Wohnraumförderung des Landes weiter fortgesetzt und deutlich ausgeweitet werden.“

Eine Nachfrageprognose aus dem Jahr 2022 zeigt, dass bis 2040 jährlich 780 neue Wohnungen benötigt werden. Trotz der Möglichkeit, auf Flächen ehemaliger Militärstandorte mehrere tausend Wohnungen zu schaffen, reicht dies nicht aus, um den wachsenden Bedarf zu decken. Die hohen Baupreise haben zudem dazu geführt, dass die Zahl der tatsächlich gebauten Wohnungen in den letzten Jahren zurückgegangen ist.

Die Mieten in Mannheim sind in den letzten fünf Jahren um rund 19 Prozent gestiegen, was die Situation für Mieterinnen und Mieter weiter verschärft. Die städtische Wohnungsbautochter GWG, die 20.000 Wohnungen verwaltet, hat zwar einen Marktanteil von 12 Prozent, kann jedoch die steigenden Mieten nicht signifikant dämpfen.

Fehlende Wohnungen in Baden-Württemberg

Eine Studie des Pestel-Instituts hat ergeben, dass in ganz Baden-Württemberg 192.000 Wohnungen fehlen. Der Vorsitzende des Mieterbunds Baden-Württemberg, Rolf Gassmann, stellt fest, dass sich die Lage für Mieterinnen und Mieter in den letzten Jahren eher verschlechtert hat. Die Landesregierung hat zwar die Wohnraumförderung auf knapp eine Milliarde Euro vervierfacht, jedoch wird kritisiert, dass andere Bundesländer wie Bayern mehr in die Wohnraumförderung investieren.

  • 192.000 fehlende Wohnungen in Baden-Württemberg
  • Steigende Mieten und unzureichende Sozialwohnungen
  • Forderung nach mehr finanzieller Unterstützung vom Land

Die Bauwirtschaft fordert ebenfalls, dass Baden-Württemberg zu jedem Euro aus dem Bundeshaushalt einen Euro aus der Landeskasse beisteuert. Dies könnte helfen, den Immobilienmarkt zu stabilisieren und den Bau neuer Wohnungen zu fördern.

Reformen und zukünftige Maßnahmen

Die Landesregierung hat eine Reform der Landesbauordnung initiiert, die darauf abzielt, Baumaßnahmen zu vereinfachen und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Allerdings wird erwartet, dass es einige Zeit dauern wird, bis diese Maßnahmen spürbare Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt haben.

Nach der Landtagswahl hofft Mannheim auf eine Weiterentwicklung der Förderprogramme für Sozialwohnungen und Städtebau sowie auf Initiativen gegen Mietwucher auf Bundesebene. Oberbürgermeister Specht sieht die Verlängerung der Mietpreisbremse als Teilerfolg, fordert jedoch eine engere Einbindung der Städte und Gemeinden in den Prozess.

Die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt in Mannheim und Baden-Württemberg sind erheblich, und es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen die neue Landesregierung ergreifen wird, um die Situation zu verbessern.

Quellen: