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title: Babyboomer-Immobilien entlasten den Wohnungsmarkt regional unterschiedlich
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author: Das-Immobilien-Magazin Redaktion
published: 2026-08-24
updated: 2026-08-24
language: de
category: News
description: Der mögliche Besitzerwechsel von Babyboomer-Immobilien ab 2040 könnte vor allem Regionen mit schwacher Nachfrage entlasten, während die Knappheit in Städten wie Stuttgart bestehen bleibt.
source: Provimedia GmbH
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# Babyboomer-Immobilien entlasten den Wohnungsmarkt regional unterschiedlich

> **Autor:** Das-Immobilien-Magazin Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-08-24

**Zusammenfassung:** Der mögliche Besitzerwechsel von Babyboomer-Immobilien ab 2040 könnte vor allem Regionen mit schwacher Nachfrage entlasten, während die Knappheit in Städten wie Stuttgart bestehen bleibt.

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## Babyboomer-Immobilien: Entlastung für den Wohnungsmarkt regional begrenzt

Millionen Immobilien könnten zwischen 2040 und 2050 altersbedingt den Besitzer wechseln. Nach einer Schätzung der Immobilienplattform „Jacasa“ besitzen Angehörige der Babyboomergeneration fast fünf Millionen der 14 Millionen Immobilien im Wohneigentum in Deutschland. In der Debatte ist deshalb vom „Silver Tsunami“ auf dem Immobilienmarkt die Rede.

Der Südwestrundfunk (SWR) berichtet jedoch, dass eine mögliche Entlastung stark von der jeweiligen Region abhängt. In Städten wie Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg oder Heidelberg dürfte ein zusätzliches Angebot die angespannte Lage voraussichtlich nicht grundlegend verändern, weil dort weiterhin eine hohe Nachfrage nach Wohnraum besteht.

> „In Regionen mit großem demografischem Potenzial kann er spürbar sein, in stark nachgefragten Zentren wird er die strukturelle Knappheit eher nicht auflösen“, sagte Pekka Sagner, Immobilienökonom am Institut der deutschen Wirtschaft, dem SWR.

Entlastung erwartet der Immobilienökonom vor allem in Regionen, in denen viele ältere Eigentümer auf eine vergleichsweise schwache jüngere Nachfrage treffen. Entscheidend sei demnach nicht allein, wie viele Häuser und Wohnungen frei werden, sondern ob sie dort angeboten werden, wo junge Haushalte Wohneigentum suchen.

Für Baden-Württemberg ist diese regionale Differenzierung besonders relevant. Das Land gehört laut Sagner zu den Ländern mit einem hohen Anteil jüngerer Mieterhaushalte. In wirtschaftlich starken Großstadtregionen könne zusätzlich frei werdender Wohnraum deshalb schnell auf eine hohe Nachfrage treffen.

> „In Ballungsräumen wie Stuttgart ist die Nachfrage so hoch, dass zusätzlich frei werdende Immobilien in der Regel schnell aufgenommen werden dürften“, sagte Sagner.

Der mögliche Effekt eines Verkaufs von Babyboomer-Immobilien betrifft laut SWR tendenziell eher periphere und wirtschaftsschwächere Regionen als große, wirtschaftsstarke Zentren. Maßgeblich sei das Verhältnis zwischen demografischem Potenzial und lokaler Nachfrage.

**Infobox:** Ein altersbedingter Besitzerwechsel könnte den Immobilienmarkt regional entlasten. Für stark nachgefragte Großstadtregionen wie Stuttgart erwartet der zitierte Immobilienökonom jedoch keine Auflösung der strukturellen Knappheit.

## Wer zur Babyboomergeneration zählt

Als Babyboomer bezeichnet das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung Personen, die etwa von Mitte der 1950er bis Ende der 1960er Jahre geboren wurden. Der Jahrgang 1964 war mit 1,35 Millionen Personen der geburtenstärkste Jahrgang.

Danach wurden laut Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung nicht mehr so viele Kinder geboren. Im Jahr 2012 waren es rund 673.000 Kinder und damit nur halb so viele wie 50 Jahre zuvor.

Diese Entwicklung ist für den Immobilienmarkt deshalb von Bedeutung, weil die geburtenstarken Jahrgänge im Zeitraum zwischen 2040 und 2050 altersbedingt ihre Immobilien an nachfolgende Generationen übergeben könnten. Der SWR weist zugleich darauf hin, dass der Zeitpunkt und der Ort dieser Besitzerwechsel für die Preisentwicklung entscheidend sind.

**Infobox:** Der Jahrgang 1964 umfasst 1,35 Millionen Personen. Zwischen 2040 und 2050 könnten altersbedingt Millionen Immobilien ihre Besitzerinnen und Besitzer wechseln.

## Immobilien in Baden-Württemberg: Große regionale Unterschiede

Nach einer Auswertung der Immobilienplattform „Jacasa“ liegt das demografische Potenzial in Baden-Württemberg in den Kreisen Konstanz, Breisgau-Hochschwarzwald, Bodensee, Ortenau und Lörrach am höchsten. Der Anteil der Immobilien im Besitz von Angehörigen der Boomergeneration liegt dort laut SWR bei rund 33 bis 36 Prozent.

Die Angaben beziehen sich auf Daten des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2022 zu Wohneinheiten und Eigentumsquoten. Die niedrigsten Anteile gibt es im Alb-Donau-Kreis sowie in den Kreisen Biberach und Rottweil mit jeweils 26,6 Prozent.

| Regionale Einordnung | Anteil der Immobilien im Besitz der Boomergeneration | 

| Kreise Konstanz, Breisgau-Hochschwarzwald, Bodensee, Ortenau und Lörrach | rund 33 bis 36 Prozent | 

| Alb-Donau-Kreis, Biberach und Rottweil | je 26,6 Prozent | 

Ein hoher Anteil an Immobilien im Besitz der Boomergeneration führt laut der im SWR wiedergegebenen Einschätzung nicht automatisch zu sinkenden Preisen. Werden die Immobilien in Regionen mit hoher Nachfrage frei, dürften sie schnell Käuferinnen und Käufer finden. In Gegenden mit schwächerer Nachfrage könnte der Besitzerwechsel dagegen eher zu einem größeren Angebot und einer stärkeren Preiswirkung führen.

**Infobox:** Die höchsten Anteile liegen in mehreren Kreisen bei rund 33 bis 36 Prozent. Im Alb-Donau-Kreis sowie in den Kreisen Biberach und Rottweil betragen sie jeweils 26,6 Prozent.

## Finanzierungskosten und Neubau bleiben wichtige Preisfaktoren

Die Demografie wirkt sich nach Einschätzung des Immobilienmarkt-Experten vor allem langfristig auf die Preisentwicklung aus. Kurz- und mittelfristig seien Finanzierungskosten, Einkommen und Beschäftigungsperspektiven wichtiger.

Daneben spielen laut SWR auch die Neubautätigkeit, die Verfügbarkeit von Bauland und die Baukosten eine große Rolle. Die demografische Entwicklung könne diese Faktoren regional verstärken oder abschwächen, ersetze sie aber nicht als Erklärung für die Preisentwicklung.

- Finanzierungskosten beeinflussen die kurzfristige und mittelfristige Preisentwicklung.

- Einkommen und Beschäftigungsperspektiven zählen zu den weiteren wichtigen Faktoren.

- Neubautätigkeit, Baulandverfügbarkeit und Baukosten wirken sich ebenfalls auf den Immobilienmarkt aus.

- Die Demografie kann regionale Entwicklungen verstärken oder abschwächen.

**Infobox:** Für kurzfristige und mittelfristige Preisbewegungen sind laut der vom SWR zitierten Einschätzung Finanzierungskosten, Einkommen, Beschäftigungsperspektiven, Neubau, Bauland und Baukosten wichtiger als die Demografie allein.

## Prognose bis 2035: Preise sollen in den meisten Regionen weiter steigen

In einer im März veröffentlichten Studie zur Entwicklung der Immobilienpreise bis 2035 kommt das Institut der deutschen Wirtschaft laut SWR zu dem Ergebnis, dass die Preise in den meisten Städten und Kreisen Baden-Württembergs weiter steigen sollen.

Als Ausnahmen nennt der SWR den Main-Tauber-Kreis, den Neckar-Odenwald-Kreis, den Enzkreis, den Zollernalbkreis sowie die Kreise Heidenheim und Freudenstadt. Für diese sechs Kreise wird in der Studie eine gegenläufige Entwicklung erwartet.

| Prognosezeitraum | Erwartete Entwicklung | 

| Bis 2035 | In den meisten Städten und Kreisen Baden-Württembergs sollen die Immobilienpreise weiter steigen. | 

| Ausnahmen | Main-Tauber-Kreis, Neckar-Odenwald-Kreis, Enzkreis, Zollernalbkreis, Heidenheim und Freudenstadt | 

Die Prognose zeigt, dass ein möglicher Verkauf von Babyboomer-Immobilien nicht flächendeckend zu sinkenden Preisen führen dürfte. Vielmehr hängt die Entwicklung davon ab, ob das zusätzliche Angebot auf eine ausreichend starke Nachfrage trifft.

**Infobox:** Laut der vom SWR genannten IW-Studie sollen die Immobilienpreise bis 2035 in den meisten Städten und Kreisen Baden-Württembergs weiter steigen. Ausgenommen sind der Main-Tauber-Kreis, der Neckar-Odenwald-Kreis, der Enzkreis, der Zollernalbkreis sowie die Kreise Heidenheim und Freudenstadt.

Quellen:
- [Babyboomer-Immobilien könnten den Markt fluten: Was das für die Preise von Häusern und Wohnungen bedeutet](https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/babyboomer-immobilien-preise-angebot-verkauf-100.html)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [www.das-immobilien-magazin.com](https://www.das-immobilien-magazin.com/babyboomer-immobilien-entlasten-den-wohnungsmarkt-regional-unterschiedlich/)*
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